16.1.2018


Triangulierung / Koalition

In der Familientherapie versteht man unter einer Triangulierung eine Situation, in der ein Kind in eine Koalition mit einem Elternteil gegen den anderen Elternteil hineingezogen wird. Oder aber, das Kind fungiert als Vermittler im Konflikt der Eltern. Diese Triangulierungen und Koalitionen haben für das Liebes- und Sexualleben besonders dann eine starke Wirkung, wenn sie mit dem gegengeschlechtlichen Elternteil erfolgt sind:

  • Vater mit Tochter gegen die Mutter
  • Mutter mit Sohn gegen den Vater
  • das Kind als Vermittler

Koalitionen mit dem gegengeschlechtlichen Elternteil entfalten folgende Dynamiken:

  • Das Kind denkt: "Liebe Mama, ich wäre der bessere Mann für dich!",
    oder: "Lieber Papa, ich wäre die bessere Frau für dich!".
  • Die Koaliation verhindert, dass das Kind den gleichgeschlechtlichen Elternteil als Rollenmodell nutzen kann.
  • Da das Kind immer beide Eltern will aber offiziell nur einen haben darf, identifiziert es sich unbewusst – quasi als Ausgleich – mit den Aspekten die vom gegengeschlechtlichen Elternteil besonders abgelehnt bzw. kritisiert werden.
  • Die symbiotische Beziehung zwischen Mutter und Sohn bzw. Vater und Tochter bekommt früher oder später immer auch eine sexuelle Komponente. Dies muss nicht zu sexuellen Übergriffen führen. Auf der energetischen Ebene zeigt sich jedoch immer, dass das Energiesystem des Kindes mit sexuellen Wünschen und Projektionen des gegengeschlechtlichen Elternteils kontaminiert ist.

Aus dem oben Gesagten ergibt sich für die Liebes- und Bindungsfähigkeit, dass nur ein Bruch mit dieser Koalition den Weg für eine echte Liebesbeziehung frei macht und eine starke Bindung an einen Partner. Solange sich das Kind bewusst oder unbewusst als Teil des Beziehungsdramas seiner Eltern erlebt, ist es nicht frei für eine eigene Beziehung.

Die Auswirkungen auf die sexuellen Vorlieben oder Abneigungen, die sich aus diesen Koalitionen ergeben, hängen stark von den Projektionen und Wünschen ab denen das Kind ausgesetzt war.

Bild 12

Sollte es zu einem sexuellen Missbrauch durch einen Elternteil gekommen sein, beeinflusst auch dieser das spätere Sexualverhalten, in Abhängigkeit davon, wie die näheren Umstände des Übergriffs aussahen, und wie häufig er stattfand.

Unserer Erfahrung nach setzt die Sexualtherapie bei diesen Klienten einen vierfachen Ansatz voraus. Wir sprechen daher auch manchmal vom magischen Quadrat der Sexualtherapie.

  1. Klärung der systemischen Verstrickung.
  2. Individualtherapeutische Bearbeitung der Traumata, des Selbstbildes und der Glaubenssätze der Basis, die diese Erfahrungen gebildet haben. Sollte es zu einem gewaltsam sexuellen Missbrauch gekommen sein, ist auch zu testen ob es zu reflexartiger Dissoziation, bis hin zur außerkörperlichen Erfahrung im Zusammenhang mit Sexualität kommt. Gegebenfalls muss auch diese Dissoziationsreaktion aufgelöst werden.
  3. Entfernung von Energiekörpern und Kontrollenergien, sowie energetischer Verbindungen zum gegengeschlechtlichen Elternteil.
  4. Korrektur der körperlichen Auswirkungen des sexuellen Missbrauchs, Narben, Schonhaltungen.

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