15.1.2018


Bindung

Bindungen

Bevor wir uns mit den verschiedenen Verstrickungsformen im Bereich der Bindungen näher beschäftigen, hier noch einige Bemerkungen zum Unterschied zwischen Bindung und Liebe.

Liebe können wir fühlen, Bindung spüren wir im Normalfall nicht. Erst wenn eine Beziehung aufgelöst wird, z.B. weil die Liebe aufgehört hat, bemerken wir an den Schwierigkeiten uns vom jeweiligen Partner zu lösen, dass wir noch an ihn gebunden sind.

Neuere Forschungen legen nahe, dass das Oxytozin (ein im Hypothalamus produziertes Hormon) einen wesentlichen Anteil an der Biochemie des Bindungsgeschehens hat. Oxytozin wird durch den Saugreiz des Säuglings vermehrt ausgeschüttet und unterstützt so die Bindung des Säuglings an die Mutter.

Auch beim Orgasmus wird, sowohl beim Mann als auch bei der Frau, vermehrt Oxytozin ausgeschüttet und unterstützt so die Bindung zwischen Mann und Frau.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Oxytozinrezeptoren an den Zellen bei verschiedenen Individuen in ihrer Häufigkeit stark schwanken. Dies könnte einer der Gründe dafür sein, warum Menschen Bindung mit sehr unterschiedlicher Intensität erleben. Sollte dieses der Fall sein, wäre dies ein Aspekt für die starke Varianz bzgl. monogamen bzw. polygamen Bedürfnissen bei Menschen.

Bei Tierversuchen hat sich gezeigt, dass bei monogam lebenden Arten der Oxytozinspiegel und die Anzahl der Oxytozinrezeptoren wesentlich höher ist als bei polygam lebenden Arten. Selbst bei Tieren der gleichen Art die unter bestimmten Bedingungen eher polygam oder eher monogam leben, korreliert diese Verhaltensweise sehr stark mit dem Oxytozinspiegel.

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