16.1.2018


Bindung an frühere Partner

In Familienaufstellungen zeigt sich immer wieder, dass die Bindung an einen früheren Partner – namentlich an die erste große Liebe – weiter besteht, selbst wenn dieser Partner schon tot ist.

Diese nicht aufgelöste Bindung stört und beeinträchtigt jede darauf folgende Beziehung. Die Hauptgründe warum diese Bindung sich nicht auf natürliche Weise aufgelöst hat sind:

  1. Die erste Liebe ist gestorben (Unfall, Krieg, usw.).
  2. Die erste Liebe war nicht standesgemäß.
Harmonie gestört

Ein zusätzlicher Grund, der allerdings schon leicht wahnhaften Charakter hat, liegt dann vor, wenn sich jemand an eine erste Liebe gebunden fühlt, obwohl diese Liebe niemals erwidert wurde.

Diese unaufgelöste Bindung wirkt sich aber nicht nur auf der Paarebene aus – sie hat auch Auswirkungen auf die Kinder die aus einer nächsten Beziehung entstanden sind.

Bei einer Frau die an ihre erste Liebe gebunden ist, gibt es einen fast unwiderstehlichen Sog für den ersteborenen Sohn, sich mit der ersten Liebe der Mutter zu identifizieren. Daraus ergeben sich folgende Dynamiken:

  1. Der Identifizierte lebt Aspekte des Schicksals der ersten Liebe unbewusst und zwanghaft nach.
  2. Der Identifizierte wird zum Ersatzpartner der Mutter, da er ihren idealen Mann repräsentiert. Oft geht dies mit einem Bewussten oder unbewussten Versprechen einher: "Liebe Mama, ich bleib dir treu, mich verlierst du nicht." Dies verhindert dann beim Erwachsenen eine wirkliche Bindung an eine andere Frau.
  3. Der identifizierte Sohn wird zum Konkurrenten seines Vaters, kann diesen als Vater nicht annehmen und bleibt so ein Muttersöhnchen.

Das Analoge gilt für die Identifikation einer Tochter mit der ersten Liebe des Vaters.

Auf der Ebene des Sexualverhaltens wirkt sich die Identifikation mit der ersten Liebe des gegengeschlechlichen Elternteils häufig so aus, dass die Sexualität zwar genossen werden kann, aber nicht zur Bindung führt. Bei Frauen finden wir dann die typische Geliebte die sich entweder nur in verheiratete Männer verliebt oder in solche die aus anderen Gründen nicht zu haben sind (Priester, Urlaubsbekanntschaften usw.).

Bei Männern finden wir häufig den Typ des Sunnyboys der charmant und verführerisch sein kann, aber nicht treu.

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