24.6.2018


Sexuelle Übergriffe
innerhalb der Familie (Inzest)

 

Mit den Eltern

Wenn wir in diesem Zusammenhang von sexuellen Übergriffen sprechen, dann reden wir von einem Verhaltenskontinuum. Dies beginnt mit anzüglichen Blicken und Bemerkungen, geht weiter über aufdringliche Berührungen, bis zur tatsächlichen Penetration und im Extremfall zur sexuellen Gewalt.

Sexuelle Übergriffe, namentlich bei tatsächlicher Penetration, können zu folgenden Störungen führen:

  • die Position in der eigenen Familie bzgl. der Sicherheit der eigenen Grenzen
  • Scham und Selbstwertstörungen
  • körperliche Störungen (Narben, Schonhaltungen, siehe auch SexReflex)
  • Übernahme von Energien und Energiekörpern des Elternteiles
  • Glaubenssätze über Liebe, Sexualität, Selbstwert usw. die einen Versuch darstellen das Erlebte kognitiv zu verarbeiten.

Die Folgen für das spätere Sexualleben reichen von Angst vor der Sexualität auf der einen Seite, über sexuelle Beliebigkeit (oft auch Prostitution), bis zu eigenen perversen sexuellen Vorlieben.

Daraus folgt, dass eine glückliche Partnerschaft nur möglich ist, wenn diese Erfahrungen auf den psychischen, körperlichen, energetischen Ebenen geklärt sind.

Mit Geschwistern

Erste sexuelle Erfahrungen mit Geschwistern haben im Regelfall eine andere Dynamik als die mit den Eltern. Hier kann es sich einerseits um harmlose und im Erleben durchaus als angenehm empfundene Pettingerfahrungen handeln, oder aber um mehr oder weniger gewalttätige Übergriffe.

In den Familien-Aufstellungen haben wir des Öfteren gesehen, dass ein Bruder der sich an seiner jüngeren Schwester verging, die sexuellen Wünsche seines Vaters oder Großvaters bzgl. seiner Schwester zwanghaft ausagierte. Diese allen Beteiligten unbewusste Dynamik führt bei dem Jungen zu Schuldgefühlen, es stört die geschwisterliche Bindung und hat generell etwas stark verwirrendes und verstörendes. Namentlich das Mädchen spürt häufig dass ihr Bruder wie ferngesteuert handelt und ist ihm daher oft nicht wirklich böse.

Trotzdem können natürlich auch bei diesen Übergriffen auf der körperlichen Ebene Schädigungen gesetzt werden und es kommt zu energetischen Bindungen die sich störend auf die eigene Entwicklung auswirken.

Bild 12

Verwandte

Namentlich bei sexuellen Übergriffen von Verwandten, die mehr als einmal vorkommen, ist davon auszugehen, dass es ein stillschweigendes Einverständnis der Erwachsenen gibt.

Beispiel

Einer unserer Klienten der als Kind im Iran groß geworden ist, wurde von seinem Onkel väterlicherseits anal missbraucht. Obwohl er nach dem ersten Mal sofort zu seinen Eltern gegangen ist und ihnen davon berichtete, unternahmen diese nichts um ihn zu schützen. Mehr noch, sein Vater sorgte immer wieder für Situationen, wo er mit seinem Onkel allein im Haus war.

In der Aufstellung stellte sich heraus, dass der Vater um die pädophilien Neigungen seines Bruders wusste und befürchtete, dass dieser, wenn er mit anderen Kindern erwischt würde zum Tode verurteilt werden könnte. Er opferte seinen Sohn aus Liebe zum Bruder. Dies erklärt auch die tiefe Solidarität des Klienten zu Vater, Mutter und Onkel, trotz der Schmerzen und der Scham die er dabei empfand.

Auf den psychischen Ebenen äußerte sich dies als extremes Vermeidungsverhalten, wenn es darum ging, das schmerzhaft Offensichtliche in Beziehungen anzusprechen. Dies war umso störender, da er von Beruf Psychotherapeut war und sein harmonisierend zudeckender Behandlungsstil Lösungen oft verhinderte.

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